Strukturarbeit statt Fassadenarbeit

It’s all about people

Employer Branding ist nur ein Facelift. Wir müssen an die Strukturen ran. 

Der Wettbewerb um die besten MitarbeiterInnen hat einen historischen Höchststand erreicht. Um ein Arbeitgeber der Wahl zu werden und zu bleiben, setzen immer mehr Unternehmen auf Employer Branding als Wundermittel, um attraktiv, avantgardistisch oder auch besonders bodenständig zu wirken. 

Die Maßnahmen sind vielfältig: Die Karriere-Webseite auf Hochglanz bringen, positive Candidate-Experience schaffen, MitarbeiterInnen als Influencer gewinnen, Image-Videos produzieren und sich in trendigen Open-Space-Büros weltoffen präsentieren. Wie unterschiedlich diese Maßnahmen auch erscheinen mögen - im Kern sind sie reine Arbeit an der Fassade und ändern kaum etwas an den Strukturen.

Und wie sieht die Realität aus?

Festgefahrene Strukturen, Bewerbungen auf fest vorgegebene Stellen mit starren Gehaltsstufen, fehlende Auseinandersetzung mit den Zielen und Fähigkeiten der Individuen, formale Beurteilungen mit Alibifunktion, berufliche Sackgassen sowie Aufstiegschancen, die nur monetär verstanden werden. Die Liste ist lang: Zu viel Routine, zu wenig geistige Forderung, fehlende Sinnhaftigkeit, fehlende freundschaftliche Beziehung, fehlende Identifikation mit der Arbeit und folglich fehlende Freude am täglichen Schaffen. Hinzu kommt die unzureichende Vereinbarkeit beruflicher und privater Prioritäten. 

All das lässt kaum Spielraum für Individualität.

Es ist Zeit für einen Perspektivwechsel und für ein grundlegendes Umdenken!  Es ist Zeit dafür, dem Einzelnen passende Aufgaben anzubieten, statt für ein jahrzehntealtes Jobprofil die passende Besetzung zu finden. 

Wir brauchen moderne Organisationsstrukturen, die ausgerichtet sind auf unsere Eignung und Stärken, auf unsere individuellen Ziele und Prioritäten. Wir müssen eine Organisation schaffen, die uns den Freiraum gibt, unsere Ideen zu entwickeln, sie umzusetzen und die Verantwortung zu übernehmen, die wir uns selbst zutrauen. Wir sollen die Arbeit so organisieren, dass wir unseren privaten und beruflichen Aufgaben gleichermaßen gut nachkommen können.

Unsere Arbeit ist mehr als eine Quelle unseres Lebensunterhalts, sie ist unser Selbstporträt. Wir gestalten, schaffen und wirken; unsere Lebensanschauung findet sich in unserer Arbeit wieder, wir kämpfen für unsere Überzeugung, unsere Ziele und unsere Träume. 


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