Die Welt unter Quarantäne - Ein Blick auf die Chancen

Die Welt hat sich substanziell und rapide verändert. Wir hatten keine Gelegenheit uns darauf einzustellen. Alles steht plötzlich unter Quarantäne: Reisestopps, Einstellen des öffentlichen Lebens, Isolation, Meiden persönlicher Nähe, Verlassen des gewohnten sozialen Umfelds, gar Ausgangssperren.

Auf unabsehbare Zeit scheiden Menschen aus ihren gewohnten Alltagsräumen aus und machen sich auf den Weg zu einem neuen ungewohnten Leben. Auch Unternehmen stehen vor dieser völlig neuartigen Krise mit unbekannten Folgen. Doch die Krise hat ein doppeltes Gesicht: Sie ist eine Bedrohung und zugleich eine Chance. Werfen wir einen gemeinsamen Blick auf die Chancen und darauf, wie wir die krisenhafte Situation in einen produktiven Zustand umwandeln können.

Die Krise schenkt uns Zeit. Diese einmalige Chance können wir produktiv nutzen, indem wir über unsere Prioritäten und Ziele, über den Status Quo, die Rahmenbedingungen, Abhängigkeiten und Strukturen nachdenken. Die Krise bietet sich uns als Chance, unsere Möglichkeiten und die Welt von Morgen neuzudenken.

Diese Krise führt uns den wahren Wert vieler Dinge vor Augen, die wir für so selbst-verständlich hielten, dass wir sie gar nicht mehr wahrgenommen haben. Sie macht die Menschen, die sich tagein tagaus voller Tatkraft für uns einsetzen und unsere Grundversorgung verantwortungsvoll aufrechterhalten, sichtbar und bemerkbar.

Uns wird klar, wie Wilhelm von Humboldt es einmal ausdrückte, dass im Grunde es doch die Verbindungen mit Menschen sind, die dem Leben seinen Wert geben. Es gilt, sich mehr Zeit für Familie und Kinder, für die Eltern und Großeltern zu nehmen. Den Kollegen und Kolleginnen, Nachbarn und insgesamt Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben mit mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu begegnen.

Wir kennen den Preis von Dingen, doch die Krise lehrt uns deren Wert zu erkennen. Uns wird klar, dass beispielsweise im Gesundheitssystem nicht die Wirtschaftlichkeit das führende Prinzip sein darf, sondern die medizinische Kompetenz und Versorgungsfähigkeit.

Die Krise macht uns unsere Verwundbarkeit offenkundig und manifestiert, dass Freiheit mit Verantwortung fest verbunden ist. Der freiberufliche Markt wird durch die Krise am ehesten schwer betroffen sein und viele Existenzen werden auf die Probe gestellt. Diese Krise klärt uns nachdrücklich über die Notwendigkeit eines wohl funktion-ierenden sozialen Sicherungssystems auf, gerade auch für selbständige Tätigkeiten.

Auch für Unternehmer und Führungskräfte ist die Krise eine Chance. Gerade in der Krise haben Unternehmen viele Möglichkeiten, besser zu werden. Sie können ihre bisherigen Ziele und Strategien hinterfragen, neue Strategien für die Zukunft entwickeln, Innovationen angehen, Veränderungen bewirken und gesunde Unternehmens-strukturen einführen. Zeiten des Wandels auf den Märkten sind auch Zeiten der Veränderung von Unternehmen.

In der Krise spielt die Kompetenz, Menschen zu führen und ihnen Optimismus zu vermitteln, eine zentrale Rolle. Verständlicherweise haben Menschen zunächst Angst und müssen auf den Weg der Erneuerung mitgenommen werden. Sie dabei zu großen Leistungen anzuspornen und – auch wenn die Umstände widrig sind – sie nachhaltig zu motivieren, wird die Königsdisziplin sein: Führung durch die Krise. Denn das Wort Krise, das seinen Ursprung im griechischen Begriff „Krisis“ hat, bezeichnet genau das: in einer schwierigen und entscheidenden Lage eine Wahl zu treffen. Krisis fordert die grundlegenden Alternativen heraus und ist der Wendpunkt.

Es liegt an uns. In der Krise sind wir nicht ohnmächtig, ganz im Gegenteil, wir sind ermächtigt, zu entscheiden. Kraft Optimismus und produktiver Gesinnung können wir aus dieser Krise stärker hervorgehen als zuvor.
 
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