Die Rolle des Einkaufs im digitalen Zeitalter – Türsteher oder Forward-Thinker?

Die Rolle der Einkaufsorganisation muss deutlich weiter gefasst werden als die des Türstehers oder des Verwalters. Um relevanter Partner für das Business zu werden bzw. zu bleiben, sollte der Einkauf als Forward-Thinker Innovationen in das Unternehmen gezielt hinein kanalisieren und verstärken. Es reicht nicht mehr aus, Berater lediglich als verlängerten Arm zur Behebung alltäglicher Probleme zu bestellen. Es geht darum mit externen Partnern maßgeschneiderte, einzigartige und ja, auch bahnbrechende Lösungen für das Unternehmen zu entwickeln und herbeizuführen.
 
Darüber hinaus ist der Einkauf mehr denn je gefragt, die Business-Einheiten vor möglichen Risiken, ob regulatorischer Art (z.B. durch Arbeitnehmerüberlassung) oder Transaktionsrisiken (z.B. durch unzureichende Qualifikation der einzelnen Berater) ausreichend zu schützen. In Zeiten fließender Grenzen in Kommunikation und Kollaboration mit informellem Charakter, die über eine Vielzahl von Kanälen mit externen Dienstleistern erfolgt – und in Zeiten des agilen Projektgeschäfts mit rasanter Geschwindigkeit, gewinnt das Risiko Management im Einkauf zunehmend an Bedeutung.
 
Das Ausgestalten der Rolle des „Procurement Advisors“ hängt in hohem Maße von der Ambition und dem Ehrgeiz der Einkaufsorganisation ab. Zudem erfordert diese Rolle, zumindest an einigen Stellen einen Perspektivenwechsel in der Organisation, nämlich weg von der reaktiven Entgegennahme und Abarbeitung der Anforderungen der Fachbereiche hin zum proaktiven Zuhören und Verstehen der Prioritäten der Business-Einheiten und des Unterstützungsbedarfs bei der Umsetzung ihrer Agenda.
 
Welche Rolle streben Sie als Leiter Einkauf für Ihre Organisation an und was trauen Sie Ihrem Bereich heute zu? Wie groß ist die Schere zwischen Wunsch und Realität?
 
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